Blick in die Ausstellung

   
 




 
 

Wenn die Sorgen
eine Pause machen

     
 

Abends, wenn die Sonne untergeht und die Hitze des Tages weicht, wird im Centre Bakanja in Lubumbashi, einer Stadt im Südosten des Kongo, der Ball hervorgeholt. Dann kämpfen die Straßenkinder, die im Zentrum der Salesianer ein Zuhause gefunden haben, auf einem staubigen Feld, als ob es um einen Pokal ginge. Der Tag gehörte der Arbeit und der Schule, doch am Abend spielen die Jungen. Das planierte Spielfeld und der Lederfußball im Centre Bakanja sind für die meisten Jungen in Zentralafrika der reinste Luxus. Zumeist wird mit Bällen gespielt, die aus Plastik- und Stoffresten zusammengenäht wurden.

     
Not macht erfinderisch. Aus einfachsten Materialien stellen sich die Kinder ihre kleinen Autos, Brettspiele und sogar Roller selber her. Und Spielfelder sind im staubigen Boden schnell markiert. In Kivumu, einem kleinen Ort im Zentrum Ruandas, spielen die Mädchen „ Ibiziga“, ein Abwurfspiel, ebenso begeistert wie ihre Altersgenossinnen in der Hauptstadt Kigali „Taiyan“. Auch dabei wird ein selbst gefertigter Ball benutzt: Während eine Mannschaft versucht, einen Stapel Ziegelsteine aufzuschichten, werden die Spielerinnen dabei von ihren Gegnerinnen „abgeworfen“.  
     
  „ Spiel und Sport geben den Kindern Selbstwertgefühl, sie erfahren, dass sie etwas können und anerkannt sind“, sagt Pater Danko Litric. Der Salesianer muss es wissen, schließlich leitet er nahe der ruandischen Hauptstadt Kigali die Jugendenstadt Gatenga mit fast 1000 Mädchen und Jungen. In Gatenga gibt es eine Artistik- und Künstlergruppe, die bei nationalen und internationalen Wettbewerben schon Preise gewonnen hat. „Das war für unsere Jungen und Mädchen, die alle aus armen Familien stammen, das Größte“, weiß Pater Danko Litric.
 
     
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