Blick in die Ausstellung

   
 




 
 

Schulen geben Hoffnung
auf die Zukunft

     
 

„ Der Staat hat seine Verantwortung für die Schulen und die Kinder doch längst fallen gelassen!“ Ciza Lwaboshi, Direktorin der Schule „ Buholo III“ in Bukavu im Osten des Kongo ist empört. Seit Monaten wartet sie auf den Lohn für die Hälfte ihrer Lehrer. Jetzt teilt sich die Lehrerschaft das Geld, das die katholische Kirche als Träger der Schule für die andere Hälfte zahlt. Besser als nichts, aber Pater Francis Mukata, Koordinator der Schulprojekte in der Erzdiözese Bukavu, betont: „Ohne Hilfe von außen könnte auch das Erzbistum, das rund 350 Schulen finanziert, nichts tun.“

     

Im Kongo sind die Schulen in kirchlicher Trägerschaft die einzigen die noch vernünftig funktionieren. In Bukavu hat Schwester Térèse Saenz, Ordensfrau aus Spanien, eine Schule für Behinderte eingerichtet – die einzige in der Region. Blinde Kinder lernen hier Brailleschrift, taube Kinder erhalten Spracherziehung, stumme Kinder erlernen die Zeichensprache.

 
     
 

Für die Kinder müsse man etwas tun, betont auch Schwester Marie Juvénal, Generaloberin der in Ruanda gegründeten Benebikiraschwestern. Schließlich liege in ihnen die Hoffnung auf die Zukunft begründet. Zahlreiche Schule leiten die Schwestern, so wie in Nyanza, einer Stadt im Zentrum Ruandas. Ein Gymnasium mit mehr als 1000 Schülern wird in einer (noch von den belgischen Kolonialherren gebauten) Schule ebenso von den Schwestern geleitet wie die erst 1999 eingeweihe Grundschule. Es ist eine Vorzeigeschule geworden: Statt der sonst rund 50 sind es hier nur 35 Kinder pro Klasse. Schon jetzt gilt die Schule als die beste der Region. So wie einst das Gymnasium der Maristenbrüder in Goma im Ostkongo – bis der Vulkan> Nyiragongo ausbrach. Jetzt geht der Unterricht in Zelten weiter; die Schule ist zerstört.

 
     
  ... nach oben  
     
   

startinfohintergrunddownloadimpressum

 
   
   
  Claudine Nyenyezi

gehört zu den Besten ihrer Klasse in der katholischen Grundschule von Kadutu, einem Stadtteil von Bukavu im Osten des Kongo. Die 14-Jährige möchte weiter lernen, um später Lehrerin zu werden. Doch seit der Vater starb, fällt es der Mutter schwer, für alle fünf Kinder das Schulgeld zu zahlen. Viel wirft ihr der Verkauf von ein paar Fischen aus dem Kivusee nicht ab.

Claudine will schnell ihren Beruf ergreifen, um der Mutter und den fünf kleineren Geschwistern zu helfen. So wie sie auch in der Gemeinde hilft: Claudine ist wie einige Klassenkameradinnen Mitglied der „enfance misionaire“, einer Gruppe Kinder, die alte und kranke Menschen in Kadutu besucht und kleine Arbeiten für sie erledigt.